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Kultur

69 Beiträge

Entwür­di­gung statt Würdigung

Die Doku über den deutschen Rapper Haftbefehl von Sinan Sevinç und Juan Moreno versprach, den Rapstar schonungslos zu zeigen. Das ist ihr gelungen. Aber anstatt den herausragenden Musiker als solchen zu ehren, ergötzt sie sich an seinem Leid.

Männer­theater

Im Theater "Autostaat" wollen sich zwei Männer mit ihren Vätern und eigenen Rollenbildern auseinandersetzen. Dabei werden sie unweigerlich zur Karikatur männlicher Unfähigkeit und Geltungsdrang. Es ist ein Sinnbild der festgefahrenen Männlichkeitsdebatte.

Radi­kale Politik im Dialog mit sich selbst

Der linksrevolutionäre Anwalt Bernard Rambert vertrat Exponenten wie Brian Keller, Marco Camenisch und RAF-Mitglieder. Ab 20. Februar zeigt der Dokumentarfilm „Suspekt“ eine Zeitreise durch die Schweizer Protestgeschichte und tritt in einen selbstkritischen Dialog mit der linken Bewegung.

Einmal selbst Bulle sein

Personenkontrollen durchführen und mit der Dienstwaffe auf Verdächtige zielen: Im Videospiel Police Simulator: Patrol Officers spielt man Streifenpolizist*in. In seiner Spielkritik zeigt Thomas Spies, wie die Spielgestaltung eine idealisierte Sicht auf die Polizei fördert.

Buch­tipps aus Para­noia City

Pünktlich zu unserer Sommerpause gibt’s Lektüretipps von denen, die es am besten können: den Buchhändler*innen. Auline, Margot und Melina von der Paranoia City empfehlen uns Bücher, die uns die vielen Regentage im Sommer versüssen.

Nemos Sieg rüttelt am Status quo


Während der Bundesrat den dritten Geschlechtseintrag ablehnt, gewinnt eine nonbinäre Person aus der Schweiz den grössten Musikwettbewerb der Welt. Ein Rückblick auf Boykottaufrufe, besorgte fundamentalistische Christ*innen und das überforderte SRF.

„Flache Hier­ar­chien gibt es nicht”

Handan Kaymak begleitet Kulturinstitutionen, die diverser und inklusiver werden möchten. Im Interview spricht sie darüber, inwiefern ein linkes Selbstverständnis diese Prozesse beeinflusst und was notwendig ist, damit alle gut zusammenarbeiten können.

„Wir sind keine Opfer, sondern Kämpfer*innen”

Die bei das Lamm publizierte Rezension zum Film „Die Anhörung“ hat hohe Wellen geschlagen. Wir haben uns insbesondere die Kritik der Protagonist*innen des Films zu Herzen genommen. Sie fühlten sich vom Artikel entmündigt und falsch dargestellt. In diesem Beitrag kommen sie selbst zu Wort.