Wer will, dass Medien die Demokratie stärken, muss zuerst die Medien demokratisieren
Egal wie die Abstimmung zur Halbierungsinitiative ausgeht: Die Schweiz muss sich dringend neu mit der Finanzierung und den Eigentumsverhältnissen der Medien beschäftigen.
Streik beim Stadtbus Winterthur
Bis zu 150 Fahrer*innen des Stadtbus Winterthur legten am 3. März 2026 ihre Arbeit nieder. Sie beklagen ungerechte Minusstunden, fehlende Nachtzulagen und mangelhafte Dienstplanung. Die Verhandlungen laufen und ein weiterer Streik droht.
Dystopisches Disneyland
Während des WEF wurde das Bündner Städtchen Davos kurzerhand in einen neoliberalen Freizeitpark für die Weltelite verwandelt. Unsere Kolumnistin war vor Ort und fand sich zwischen Scharfschützen, Robotern und faschistischen YouTubern wieder.
«Das Problem der SP ist, dass sie links sein möchte, aber einen bürgerlichen Habitus hat»
Vor den Wahlen um die Nachfolge der Zürcher Stadtpräsidentin Corinne Mauch warnt die SP trotz ihrer starken Position vor einem Rechtsruck. Vier migrantische Zürcher Kulturschaffende diskutieren nun, ob die Wahlstrategie der SP diesen Trend womöglich selbst begünstigt.
Trotz Kälte und Schnee tagsüber ausgesperrt – Protest in Asylunterkunft Kaltbach
Im Kanton Schwyz wohnen rund 15 abgewiesene Asylsuchende in einem Container. Tagsüber werden sie ausgesperrt. Am 19. Februar 2026 protestierten sie und richteten sich mit einem offenen Briefan die Öffentlichkeit.
Weder ausreisen noch bleiben ist erlaubt
Nach einer Polizeirazzia in einem Zürcher Rückkehrzentrum erhält ein Asylsuchender einen Strafbefehl wegen rechtswidrigen Aufenthalts – obwohl er das Land laut Dublin-Verordnung gar nicht verlassen darf.
Zwischen Gefängnis und Nothilfe
Unrechtmässig verschuldet
Die Zürcher Staatsanwaltschaften verhängen oft unzulässig hohe Geldstrafen für abgewiesene Asylsuchende, die täglich von 10.50 Franken Nothilfe leben. Trotz Kritik der Demokratischen Jurist*innen bleibt die Praxis bestehen. Strafen sollen aber bald durch gemeinnützige Arbeit beglichen werden können.
Wenn die Polizei in die Unterkunft kommt
Alle paar Wochen durchsucht die Polizei im Rückkehrzentrum Urdorf Bewohner bis auf die Unterhose. Viele erhalten danach Strafbefehle wegen rechtswidrigen Aufenthalts und bis zu einem Jahr Haft. Unsere Recherche zeigt: Das Vorgehen hat Methode – funktioniert aber nur, solange niemand hinsieht.
Proteste im Iran: Nieder mit dem Unterdrücker – sei er König oder Führer
Viele fürchten die Instrumentalisierungen der iranischen Proteste durch imperialistische oder monarchistisch-revisionistische Kräfte. Deshalb ist eine klare antiimperialistische Solidarität mit den Anliegen der Protestierenden und eine kritische Haltung gegenüber der Regierung umso wichtiger.
Acht Jahre Haft für Antifaschist*in Maja T.
Nach ihrer rechtswidrigen Auslieferung nach Ungarn und 25 Monaten Untersuchungshaft wurde Maja T. nun in Budapest verurteilt. Beide Seiten legen Berufung ein. In der Abschlussrede gewährte Maja T. tiefe Einblicke ins eigene Innenleben.
Schrecklich konstruktiv
Wenn es nach dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz geht, sollen Arbeiter:innen trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen. In der Debatte darum kann sich keine Seite auf sie verlassen, sagt unsere Kolumnistin.
Sturz ohne Systemwechsel
Seit über einem Jahrhundert diktiert das Erdöl Venezuelas Politik. Auch Maduros Sturz ändert nichts daran. Ein Blick von den Ruinen des «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» bis hin zum neuen Opportunismus unter Delcy Rodríguez.
Inside WEF 2026: Das Klassentreffen der Kapitalist*innen
Alle Jahre wieder treffen sich in Davos die Reichsten der Reichen zum Social Washing, Networken und Cüppli trinken. Während sie über die Schicksale von Millionen von Menschen entscheiden, werden sie von Mindestlohnarbeiter*innen bedient. Eine Reportage vom kapitalistischen Gipfeltreffen.
Der Generalstreik in Minneapolis zeigt, wie eine Gegenmacht zum Trump-Regime aussehen könnte
Zum ersten Mal seit 80 Jahren tritt die US-Bevölkerung in den Generalstreik. In Minneapolis gingen Zehntausende gegen die tödliche Praxis von ICE auf die Strasse und übten wirtschaftlichen Druck durch die Arbeitsniederlegung aus. Der Streik markiert eine neue Ausrichtung des Widerstands.
Wer von Angriffen auf Rojava spricht, darf von westlichen Interessen nicht schweigen
Die kurdische Selbstverwaltung im Nordosten Syriens befindet sich in akuter Gefahr. Europa unterstützt dabei dschihadistische Kräfte, anstatt die demokratische Revolution in Rojava zu schützen. Den jüngsten Angriffen gingen internationale Entwicklungen und westliche Interessen voraus.
Ob ICE oder Schweizer Polizei: der Staat zeigt seine Autorität mit tödlicher Gewalt
Nachdem ein Beamter des BAZG auf der A3 einen Mann erschossen hat, mangelt es in den Medien an Kritik an dieser staatlichen Gewalt. Der Fall steht exemplarisch für ein mediales Muster, das Polizeigewalt relativiert und gesellschaftliche Zustimmung zu Repression fördert.
Wer stört, muss bezahlen
Ab 1. Januar tritt der Gegenvorschlag zur „Anti-Chaoten-Initiative” in Kraft. Ab dann wälzt die Stadt Zürich die Kosten aller unbewilligten Demonstrationen auf die Teilnehmer*innen ab, sofern mehr als 50 Polizeieinsatzstunden nötig waren. Was bedeutet diese Änderungen für die politische…
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Geschichte heute
Was uns die Lettenräumung vor 30 Jahren lehrt
Der Alarmismus gegenüber Drogenabhängigen in Zürich flammt erneut auf. Er ist Teil einer historischen Kontinuität: 1994 gipfelte die Gewalt gegen die Drogenmisere in der Hinrichtung dreier migrantischer Männer auf dem Lettenareal. Ein Blick zurück zeigt die Folgen der polizeilichen Repression.
Tatort: Küchentisch, Mansarde oder Wohnzimmer
Akten der Kriminalpolizei zeigen, was ein Abtreibungsverbot für Zürcherinnen der 1930er- und 40er-Jahre bedeutete: Verzweiflung, Verletzung und im schlimmsten Fall den Tod. Restriktive Gesetze verhindern keine Abtreibungen, sondern machen sie gefährlich – vor allem für Arbeiterinnen.
Marktgerechte Menschenrechte: Konzernverantwortung im Patriarchat
Seit den 1950er Jahren will die UN Konzerne zu mehr sozialer Verantwortung bewegen. Doch statt Menschenrechte durchzusetzen, wurden diese marktförmig gestaltet – ohne geschlechtsspezifische Machtverhältnisse zu berücksichtigen. So entstand ein System der Selbstverpflichtung ohne rechtliche Folgen.
Stimmen aus den Camps
«Neun Monate im Gefängnis – nur weil ich keine gültigen Papiere hatte»
Abgewiesene Asylsuchende werden aufgrund ihres Aufenthaltsstatus tagtäglich von der Polizei kontrolliert, bestraft und inhaftiert. Zwei Betroffene berichten von der Gewalt, die sie erleben, und ihrem Leben zwischen Gefängnis und Rückkehrzentrum.
“Ich werde nicht vor der Migrationsbehörde knien”
Sie müssen ihre Tage draussen verbringen und erhalten keine ausreichende medizinische Versorgung. In den Schweizer Asylunterkünften regt sich Widerstand. Die Asylsuchenden Farid und Ersin erzählen von ihren Protesten für ein menschenwürdiges Leben.
„Niemand kennt das System besser als wir”
Wer selbst den Weg durch das Schweizer Asylregime bestritt, kann anderen dabei am besten helfen. Zwei Geflüchtete erzählen, wie sie durch politisches Engagement Perspektive fanden und der Isolation entkamen.


