Helena Gorski
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Müssen Linke zusammenhalten? Unsere Kolumnistin Helena Gorski meint: nein. Wenn das Einzige, was Linke verbindet, das abstrakte Label „links” ist – und dazu vielleicht noch das vage Gefühl, moralisch integer zu handeln oder auf der Seite des Guten zu stehen –, dann lohnt es sich nicht, daran festzuhalten. Statt Einigkeit um jeden Preis braucht es kritische Auseinandersetzung – den Mut, Widersprüche offen zu benennen und politische Konflikte auszutragen. Denn nur so lassen sich gemeinsame Zwecke jenseits leerer Zuschreibungen finden. In ihrer Kolumne Rote Linien nimmt Helena Gorski die Dogmen und Bruchlinien der sogenannten Linken unter die Lupe.
Helena Gorski träumt von nichts Geringerem als der sozialistischen Revolution. Bis es so weit ist, agitierte sie als Prolentin im Netz und ist regelmässig im Podcast 99zueins zu hören. Sie beschäftigt sich mit marxistischer Theorie und schreibt Texte, die mit Ironie und Biss auf eine Realität reagieren, die selten Anlass zur Entspannung gibt.
Wer seine Zeit behalten will, muss sie verteidigen
Wenn heute von Arbeitsmarktreformen die Rede ist, wissen alle sofort, was gemeint ist: Es wird schlechter für diejenigen, die arbeiten müssen. Zumindest solange sie es mit sich machen lassen.
20.03.2026
Schrecklich konstruktiv
Wenn es nach dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz geht, sollen Arbeiter:innen trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen. In der Debatte darum kann sich keine Seite auf sie verlassen, sagt unsere Kolumnistin.
06.02.2026
Sieh zu, wie du zurechtkommst!
Alle wollen Freiheit. Nur unsere Kolumnistin nicht. Sie will das gute Leben für alle – und darin hat die Freiheit keinen Platz.
21.11.2025
Besser spät als nie?
Zwei Jahre nach Beginn des Genozids in Gaza und wohl hunderttausende Todesopfer später, äussern sich nun auch einige öffentliche Akteur*innen, die zuvor durch ihr Schweigen auffielen. Ihre Stellungnahmen sind erfreulich, wirken oft aber weniger überzeugend als opportun.
10.10.2025
Bitte, schliesst mich aus!
«Und du willst eine Linke sein?!» Unsere Kolumnistin erhält regelmässig Gegenwind aufgrund politischer Aussagen. Warum Linkssein nicht verbindet und sie freiwillig das Etikett «links» abgibt, schreibt sie in ihrer ersten Kolumne.
29.08.2025
Betroffenheit ist kein Argument
In vielen linken Kreisen ist man sich einig: Nur wer selbst von etwas betroffen ist, kann fundiert darüber sprechen. Als würden persönliche Erfahrungen allein automatisch eine korrekte politische Analyse ermöglichen. Dabei gerät der Inhalt der Diskussion häufig in den Hintergrund.
11.11.2024
Sucht ist ein Produkt der herrschenden Ordnung
Von Bulimie bis Kokain: Der Drang, sich besser zu fühlen, trieb unsere Autorin in verschiedene Süchte. Heute weiss sie, dass dies eine logische Reaktion auf unsere Gesellschaft ist.
09.08.2024

