Helena Gorski

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Müssen Linke zusammenhalten? Unsere Kolumnistin Helena Gorski meint: nein. Wenn das Einzige, was Linke verbindet, das abstrakte Label „links” ist – und dazu vielleicht noch das vage Gefühl, moralisch integer zu handeln oder auf der Seite des Guten zu stehen –, dann lohnt es sich nicht, daran festzuhalten. Statt Einigkeit um jeden Preis braucht es kritische Auseinandersetzung – den Mut, Widersprüche offen zu benennen und politische Konflikte auszutragen. Denn nur so lassen sich gemeinsame Zwecke jenseits leerer Zuschreibungen finden. In ihrer Kolumne Rote Linien nimmt Helena Gorski die Dogmen und Bruchlinien der sogenannten Linken unter die Lupe. Helena Gorski träumt von nichts Geringerem als der sozialistischen Revolution. Bis es so weit ist, agitierte sie als Prolentin im Netz und ist regelmässig im Podcast 99zueins zu hören. Sie beschäftigt sich mit marxistischer Theorie und schreibt Texte, die mit Ironie und Biss auf eine Realität reagieren, die selten Anlass zur Entspannung gibt.

Schreck­lich konstruktiv

Wenn es nach dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz geht, sollen Arbeiter:innen trotz Krankheit zur Arbeit erscheinen. In der Debatte darum kann sich keine Seite auf sie verlassen, sagt unsere Kolumnistin.

Besser spät als nie?

Zwei Jahre nach Beginn des Genozids in Gaza und wohl hunderttausende Todesopfer später, äussern sich nun auch einige öffentliche Akteur*innen, die zuvor durch ihr Schweigen auffielen. Ihre Stellungnahmen sind erfreulich, wirken oft aber weniger überzeugend als opportun.

Bitte, schliesst mich aus!

«Und du willst eine Linke sein?!» Unsere Kolumnistin erhält regelmässig Gegenwind aufgrund politischer Aussagen. Warum Linkssein nicht verbindet und sie freiwillig das Etikett «links» abgibt, schreibt sie in ihrer ersten Kolumne.

Betrof­fen­heit ist kein Argument

In vielen linken Kreisen ist man sich einig: Nur wer selbst von etwas betroffen ist, kann fundiert darüber sprechen. Als würden persönliche Erfahrungen allein automatisch eine korrekte politische Analyse ermöglichen. Dabei gerät der Inhalt der Diskussion häufig in den Hintergrund.