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Meinung

173 Beiträge

Sturm auf die erste Klasse

Ab heute gilt im ganzen öffentlichen Verkehr die Maskenpflicht. Gut so. Doch für social distancing bräuchte es eigentlich mehr Raum. Warum also halten die SBB an der ersten Klasse fest? Eine Polemik.

Bye Bye, Polizei

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd wird in den USA mehr denn je über die Rolle der Polizei diskutiert: reformieren, umbudgetieren oder sogar abschaffen? Das mag radikal klingen. Aber einmal vertieft über die Rolle der Polizei und die seltsame Beziehung, in der die Mehrheitsgesellschaft mit den Beamt*innen steht, nachzudenken, kann nicht schaden. Eine kritische Annäherung.

Alle Schuld den Herkunfts­län­dern: Die Gender-Politik des UNHCR

Das UNHCR brüstet sich mit ihrer Age, Gender and Diversity Policy. Es seien bloss die gesellschaftlichen Einstellungen der Herkunftsländer, die ihre Arbeit erschweren würden. Ein kurzer Blick auf das schweizerische wie auch das griechische Asylwesen zeigt aber: Massive Diskriminierung von Frauen erfolgt auch durch die Zielländer.

Chile: Eine Elite in der Krise

Chile schlittert derzeit in eine tiefe gesundheitliche, soziale und wirtschaftliche Krise. In der NZZ ist zu lesen, dass diese mit der Revolte durch die "Millenials" begonnen hat. Dabei hat Chile historische Probleme, etwa fehlende Gerechtigkeit im Justizapparat, soziale Ungleichheiten und eine ungenügende Demokratie. Eine Gegenanalyse zum verschobenen Geschichtsverständnis in der NZZ.

Was es heisst, schwarz zu sein

„Dieser Text soll kein Mitleid wecken. Ich spreche auch nicht für alle Schwarze in der Schweiz, in Europa oder weltweit. Es sind meine Gedanken und meine Erfahrungen als schwarze Frau, die seit Geburt in einem weissen Umfeld aufgewachsen ist und ihr Leben mit den vorhandenen Privilegien und Nachteilen navigiert.“ Ein Gastbeitrag.

Siamo tutti antifascisti?

Donald Trump möchte die Antifa als Terrororganisation einstufen – und findet mit seiner kruden Idee auch hierzulande Anklang. Reaktionäre Politiker*innen wie Andreas Glarner reiben sich die Hände und fordern wenig fantasievoll das gleiche Vorgehen für die Schweiz. Andere identifizieren sich gerade zum ersten Mal als "Antifaschist*in", um im gleichen Atemzug diese "Antifa" zu verteufeln. Derweil wittert die NZZ dahinter eine staatlich finanzierte Kampfeinheit. Was sie alle offenbaren: das grosse Bedürfnis nach Einmittung. Eine Glosse.

Aber ich will kein Yoga machen!

Der Lockdown schliesst uns in unsere Wohnungen ein, soziale Kontakte verlagern sich auf Zoom oder auf umständliche Balkon-Gespräche. Dafür haben viele von uns einen Überschuss an Zeit, vielleicht zum ersten Mal in unserem erwachsenen Leben. Und was passiert? Der omnipräsente Produktivitätsdruck treibt uns in die Selbstoptimierung: endlich lesen, backen, eine Sprache lernen. Ich bin daran gescheitert.

Während ihr klatscht

"Während ihr klatscht, bin ich vor allem verwirrt. Während ihr klatscht, denke ich, falls es Menschen gibt, die erst jetzt merken, was wertvoll ist, dann ist die aktuelle Krise ihr kleinstes Problem.“ Eine Kolumne von Ivona Brdjanovic.

Schliesst endlich diese verdammten Lager!

Während hierzulande die Atomisierten einander näherzukommen scheinen, rückt die nächste Zuspitzung der menschengemachten Katastrophe in Moria wie in Zeitlupe näher. Es war nie dringender, den Zynismus zu überwinden.