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Der Kanton Zürich will im Asyl­be­reich künftig noch mehr Verant­wor­tung ausla­gern. Dem Lamm liegt das neue Pflich­ten­heft für den Betrieb seiner Unter­künfte vor.

Der Kanton Zürich vergibt für den Betrieb seiner Unterkünfte im Asylbereich Aufträge an Dritte– zum grössten Teil an die private ORS. Diese Aufträge wurden jetzt wieder ausgeschrieben. Das neue Pflichtenheft für die künftigen Betreiber der Unterkünfte liegt dem Lamm vor. Es gewährt Einblick hinter die Kulissen der Privatisierung – und zeigt: Künftig soll noch mehr Verantwortung ausgelagert werden. Was bedeutet das für die Betroffenen? Wer profitiert von der zunehmenden Auslagerung? Und wie funktionieren die Mechanismen dahinter?

Seit 2006 ist die Asyl­or­ga­ni­sa­tion Zürich (AOZ) Teil des Migra­ti­ons­markts – mit frag­wür­digen Folgen nicht nur für die Asyl­su­chenden, sondern auch für die Angestellten

Was ist bloss los bei der Asylorganisation Zürich (AOZ)? Massenentlassungen, zu viel Bürokratie, zu wenig Mitsprache und eine Abfertigung der Asylsuchenden statt deren Betreuung – dies die Vorwürfe von ehemaligen und aktuellen MitarbeiterInnen. Die Suche nach den Gründen für die fragwürdige Situation führt ins Jahr 2006, als die AOZ dem Wettbewerb überantwortet wurde.

„Das Mittel­meer ist zurzeit eine Blackbox, die meisten Menschen­rechts­ver­let­zungen können nicht einmal mehr doku­men­tiert werden”

Das Watch the Med-Alarmphone betreibt eine Hotline für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. Das Netzwerk ist mittlerweile die letzte zivile Organisation, die noch von Personen in Seenot erfährt. Die zivilen Such- und Rettungsschiffe werden an ihrer Arbeit gehindert. Im Gespräch mit dem Lamm reden zwei Aktivist*innen des Alarmphones über ihre Arbeit, die Situation auf dem Mittelmeer – und die Notwendigkeit der Seebrücke-Demonstrationen.